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Sonntag, den 29. November 2009 um 09:21 Uhr

Österreichs Rolle in der ISIA

 

Der Internationale Skilehrerverband, besser bekannt als ISIA, ist die weltweite Organisation für professionelle Skilehrer. Die ISIA wurde 1971 gegründet und hat zur Zeit 38 Mitgliedsländer.

Auch Österreich ist bei der ISIA.

Am 30.01.2007 wurde in YONG PYONG - KOREA, anläßlich des alljährlichen  ISIA- Kongresses
beschlossen ein System einzuführen das es erlaubt die Ausbildungen aller Mitgliedsländer zu vergleichen.

Die ISIA Pyramide :

schwarz...... Staatlicher 
rot .............Landes         
blau........... Anwärter



Im Protokoll zum ISIA- Kongresses heißt es :

Die Spitze der Pyramide, die schwarz dargestellt ist, steht für die höchstausgebildeten Skilehrer, die Profis, die in allen Bereichen tätig werden können und für welche ISIA mit der Errichtung der europäischen Plattform eine volle Freizügigkeit gewährleisten will.

.....

Sie erfüllen den höheren ISIA-Minimumstandard für die Erlangung der ISIA-Card, welche sie berechtigt ihren Beruf weltweit auch selbständig auszuüben.

......



Dieses System wurde beschlossen auch mit der Stimme Österreichs.

Protokoll zum Kongress : 30.01.2007 YONG PYONG - KOREA        download


Um es zu wiederholen :

Österreich hat zugestimmt, daß eine gemeinsame Plattform nach der europäischen Berufsanerkennungsrichtlinie innnerhalb der ISIA gegründet wird.

Es war klar, daß der Sinn dieser Plattform ist, die Ausbildungen miteinander vergleichen zu
können bzw. aneinander anzugleichen. Dies ist notwendig und auch eine Forderung der Dienstleistungsrichtlinie (2006/123/EG) um Dienstleistungsfreiheit und Niederlassungfreiheit praktisch zu ermöglichen, bzw. bürokratische Hürden zu beseitigen was der erklärte Zweck der Richtlinie ist.

Darüberhinaus war klar, daß
die Staatlichen Skilehrer, die Spitze der Pyramide also, die ISIA-Card erhalten sollen, welche sie berechtigt ihren Beruf weltweit auch selbständig auszuüben.





Wieder zu Hause angelangt wurde dann festgestellt das weltweit auch "in Österreich" bedeutet.

Wie soll man dann den österreichischen Skilehrern erklären daß alle ISIA card Inhaber weltweit
selbstständig arbeiten dürfen, nur die Österreicher nicht........ schwierig....


Was ist die Lösung ? Es wird einfach ein neuer Verband gegründet :

der " Europäischen Berufschneesportlehrerverbandes"  (FEMPS)

Dieser Verband hatte 3 Mitglieder : Österreich, Frankreich, Italien, daran hat sich lt. ihrer homepage bis heute nicht geändert.


Die ISIA ist verständlicherweise davon nicht begeistert. Ein ISIA Delegierter brachte unmißverständlich zum Ausdruck, daß die Gründung des FEMPS allein schon ein Schlag ins Gesicht der ISIA war.



Im Sitzungsprotokoll der darauffolgenden Versammlung in Jesolo ist Folgendes zu finden :


„Der Österreichische Skischulverband (ÖSSV) stellt zur Delegiertenversammlung am 22. und 23. Mai 2008 folgende Anträge:


1. Die ISIA stellt ihre Bemühungen für die Bildung einer „gemeinsamen Plattform“ nach Artikel 15 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen mit sofortiger Wirkung ein.


2. Die ISIA führt keine Regeln für die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen ein.


3. Die bestehenden Minimum-Standards als Voraussetzung für die Mitgliedschaft zur ISIA
bleiben unverändert bestehen. Die ISIA stellt durch laufende Kontrollen sicher, dass diese
Standards von den Mitgliedsverbänden eingehalten werden.




Björn Zeitz, der Vorsitzende der juristischen Kommission  dazu :

Dieser Antragspunkt (Punkt 3) kommt vom Präsidenten der FEMPS (Richard Walter), des Konkurrenzverbandes zu ISIA, dessen Gründung allein schon ein Schlag ins Gesicht von ISIA war und richtet sich gegen die Grundinteressen von ISIA, wie sie in § 3 der Statuten seit Jahrzehnten festgelegt sind.“



Die Ausbildungspyramide wurde gegen die Stimme von Österreich bestätigt.


Statt dem Eurotest ist der ISIA-test die Anforderung für das Erreichenden höchsten Stufe.

Er ist dem Euro test sehr ähnlich, allerding müssen die Richtzeitfahrer selbst FIS punkte vorweisen können - beim Eurotest ist dies nicht notwendig - Eurotest Richtzeitfahrer werden geeicht. Die Tatsache, daß die ISIA Test Richtzeitfahrer selbst FIS punkte vorweisen müssen, soll  Manipulation erschweren.

Als Richtzeitfahrer beim ISIA Test gelten Rennläufer (männlich), welche in der laufenden
oder vorangegangenen Wintersaison 50 FIS Punkte (+/- 10 %) ausweisen.

Hier das genaue Reglement von der ISIA homepage : download



Die ISIA card wird wahrscheinlich nächstes Jahr erhältlich sein.


Schneesportlehrer mit der höchsten nationalen Ausbildung folgender Länder, entsprechen heute schon dem ISIA-Minimumstandard der ISIA-Card:  Argentinien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Japan, Grossbritannien, Italien, Holland, Österreich, Spanien, Schweiz.



Es besteht die Möglichkeit daß wir uns schon bald in der Situation befinden, daß die österreichischen Staatlichen Skilehrer mit ihrer ISIA card  (falls diese cards vom österreichischen Verband bestellt  werden) weltweit selbstständig arbeiten können ausser in Frankreich und Österreich.

In Frankreich können sie jedoch auch ihre Ausbildung beim Ministerium anerkennen lassen.
Dies ist schon jetzt möglich.
Sie sind dann gleichwertig mit dem Moniteur national. Anschließend beantragen sie die Carte professionelle die sie dann berechtigt sowohl selbstständig in Frankreich als auch für eine französische Skischule zu arbeiten.


Bleibt noch Österreich....

 

 

 

 

Protokoll :22.05.2008 – 08.30 – JESOLO – ITALIA   download

 

 
Kommentare (7)
7 Samstag, den 30. Januar 2010 um 12:09 Uhr
Paul K.
FEMPS hat 3 Mitglieder (lt. Björn Seitz genannt "FIÖ") und bezeichnet sich als "Europäischer Verband".
Die ISIA hat ?? Mitglieder und bezeichent sich als "Internationaler (Welt)Verband".
Egal ob ISIA oder FEMPS, was wissen, was wollen die Mitglieder der nationalen Verbände eigentlich?
Brauchen wir BEIDE Organisationen?

Wird hier parallel am gleichen Ziel gearbeitet?
Oder erfindet man hier gar Spielwiesen für sitzungswütige und mediengeile Funktionäre, Rechtfertigungen für Spesen-Ritter und "schöne" Reisen in ferne Länder auf Kosten der Mitglieder?

Man schreibt das 3. Jahrtausend, offen, multinational, ewig-gestriges ist längst überholt vom europäischen Geist eines Kontinents ohne Grenzen!
Was sind die Ziele dieser Organisationen,
wer legt sie fest und
wann wird Aufklärungsarbeit geleistet,
und wer bezahlt dafür?

Es nützt nur einigen wenigen, wenn man hier Gelder für bestimmte Politiker-Lobbying-s verwendet,
mit unendlich hohem Aufwand rechtliche Auffassungen in "vermeintlichen National-Stolz"-Beton gegossen und argumentiert werden,
wenn der eigentliche Souverän etwas anderes will.

An ISIA und FEMPS !!
Veröffentlicht eure Ziele und Traktandenlisten der Sitzungen,
veröffentlicht die Befragungs-Ergebnisse der Projekte bei den jeweiligen nationalen Organistationen und
publiziert die Niederschriften aller Zusammnekünfte!
(ISIA macht das schon ?!)
6 Montag, den 04. Januar 2010 um 22:57 Uhr
An alle staatlichen Schilehrer
Österreich ist ein Land welches von Lobbyisten regiert wird.
Sie verwenden sehr viel Geld und Zeit um Regierungen verschiedenster Ebenen für die eigenen Vorteile nutzbar zu machen.
Eure Feinde spielen im eigenen Team. Sie verstecken sich hinter Landesgesetzen, und sie probieren darüber hinaus noch mit diesen Gesetzen ihre eigenen Machtpositionen zu auszubauen.

Knapp 13.000 Schilehrer in Östereich; wie viele davon mögen dann staatliche Schilehrer sein; Ihr seid ein verschwindend kleiner Teil.
Ihr seid aber mit Sicherheit einer der wichtigsten Akteure am touristischen Markt (zumindest im Wintersport).
Ihr werdet unmittelbar mit der touristischen Gesamtdienstleistung verknüpft.
Ihr tragt wesentlich dazu bei, ob der Gast sich in seinem nächsten Urlaub wieder für einen Wintersporort entscheidet.

Ihr müsst versuchen die großen Hotelbetreiber in Euer Boot zu holen.
Ihr müßt diesen plausibel erklären, dass der derzeit eingeschlagene Weg mittelfristig (jawohl mittelfristig) auch deren Geschäfte negativ beeinflussen wird.
Wenn Ihr die Zimmervermieter und die Hoteliere auf Eure Seite ziehen könnt, habt Ihr eine Lobby.

Und glaubt mir! Diese Lobby ist wirklich stark. Schaut einfach einmal bei den Statistiken der WKO oder Statistik Austria nach welche Zahlen diese im Jahr umsetzen.
5 Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 23:04 Uhr
Klaus J.
Da werden wohl nicht ein paar aufgewacht sein! Unser Ziel muss es sein selbständig arbeiten können, ohne den ganzen Schnickschnack laut tir. Schischulgesetz mit Sammelplatz usw.und dann kann sich der liebe Herr Präsident Richard Walter das Geld von den Polen oder Tschechen mit niedriger Ausbildung holen oder wer sonst noch in totaler Abhängigkeit für ihn oder einen seiner Mitwirkenden Schischulleitern arbeiten will! Es sei natürlich jedem selbst überlassen. Der ISIA Beitrag ist sehr gut und ich hoffe es verstehen immer mehr Schilehrer, in was für einem manipulierten System wir uns befinden. Den Rest regelt sich von selbst oder über die EU Gesetze.
4 Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 11:43 Uhr
thomas S.
na als dann super inser tiroler skischulleiterverband endlich wissma´r was der vorstand in tirol will allon bleibn dass die ausschussmitglieder alles schischulleiter ohne in skilehrer die grosse maut machn kennen.
3 Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 11:27 Uhr
pr
diese protokolle sagen alles aus wir haben den falschen präsidenten hoffentlich geht bei vielen sowie bei unseren
politiker in österreich ein lichtlein auf,einer gegen alle danke herr präsident richard walter für ihren weitblick den sie offensichlich überhaupt
nicht haben.
2 Sonntag, den 29. November 2009 um 15:59 Uhr
admin
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1 Sonntag, den 29. November 2009 um 14:50 Uhr
Christof Walser
Frage an die Admins: Ist das normal das Einträge gelöscht werden wenn man nicht eurer Meinung ist und ein bisschen hinterfragt!??

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