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| Sonntag, den 05. Dezember 2010 um 00:22 Uhr |
Der Tiroler Landeshauptmann Platter zur Einmannskischule
Auszug aus dem Sitzungsbericht des Tiroler Landtages, XV. Gesetzgebungsperiode, 17. Sitzung am 30. Juni 2010
"Und der letzte Punkt sind die Einmannschischulen. Die Einmannschischulen oder Einfrauschischulen sind künftig erlaubt. Das war auch ein Punkt, wo wir verfassungsrechtlich angehalten wurden, diese Einmann/Einfrauschischulen zu ermöglichen. Hier ist es, Herr Abgeordneter Ernst, vielleicht haben Sie es nicht richtig gelesen (Abg. Pechlaner: Da hast du die alten Zettel gehabt, lieber Freund!), es ist nicht notwendig, dass ein Sammelplatz vorhanden ist und es ist nicht notwendig, dass ein Büro vorhanden sein muss. Das war die alte Form der angedachten Regelung. Da gab es vehemente Kritik, wir haben uns dann auch aus verfassungsrechtlicher Sicht sagen lassen, dass dadurch unter Umständen dieses Gesetz behoben werden könnte. Das ist dieser Kritikpunkt, der von Seiten des Tiroler Schischulverbandes da ist, dass man hier Sammelplatz und Büro haben müsste. Es dürfte das etwas überbordend sein. " Zitat Ende.
LH Platter bringt also elegant zum Ausdruck, daß die Tiroler Landesregierung einer Einmannskischule das Erfordernis von Sammelplatz und Büro nicht vorschreiben will, da eine solche Regelung aus verfassungrechtlicher Sicht nicht haltbar wäre. Die diesbezügliche Forderung des Tiroler Skischulverbandes wäre überbordend.
Wir hoffen sehr, daß nach Tirol und Wien auch die Landesregierungen der restlichen Bundesländer ihre Skischulgesetze verfassungsgemäß abändern.
Eine Regelung, die einer Einzelperson erlaubt als Einmannskischule selbständig Privatunterricht zu erteilen, ohne das gesetzliche Erfordernis von Sammelplatz und Büro, setzt einen Anreiz für unseren Berufnachwuchs die Ausbildung zum Staatlichen Skilehrer anzustreben und zu beenden. Eine derartige Regelung wird eine nachhaltigen Qualitätssteigerung im österreichischen Skilehrwesen bewirken. Es wird sicherlich nicht die Mehrheit der Staatlichen Skilehrer als selbständige Einzelunternehmer arbeiten aber sie haben zumindest die Freiheit der Wahl.
Die bestehenden "Vollskischulen" werden ihre Rolle als zentraler Ansprechpartner nicht verlieren. Der Bedarf am "One Stop Angebot" also Skischule, Liftpass, Skiverleih an einem Ort ist sicherlich gegeben und wird von der Mehrzahl der Gäste angenommen werden. In ihrem Kerngeschäft dem Gruppenunterricht für Kinder und Erwachsene wird den zentralen Ansprechpartnern keinerlei Konkurrenz erwachsen. Durch ihr umfassendes Angebot und Infrastruktur ist ihre wirtschaftliche Existenz außer jeder Gefahr.
Der Bedarf an qualitativ hochwertigem Privatunterricht durch staatliche Skilehrer ist ebenso gegeben. Diesbezüglich besteht aus ökonomisch verständlichen Gründen ein Mangel in vielen Skischulen. Eine Einmannskischule ist die einzige ökonomisch sinnvolle Möglichkeit diesem Bedarf gerecht zu werden. Eine Zusammenarbeit des zentralen Ansprechpartners mit den Einmannskischulen ist nur logisch und wäre für alle Seiten, vor allem auch für den Gast sinnvoll.
Das bestehende umfassende Angebot wird durch die Einmannskischulen erweitert und bunter werden, höchste Qualität im Privatunterricht wird gewährleistet, höchstausgebildete Individualisten werden durch ihre Persönlichkeit und Können unsere anspruchsvollen Gäste begeistern.
Download Sitzungsbericht |





LH Platter anläßlich der Novelle zum Tiroler Skischulgesetz :
Hier in Lech ist die Stimmung ziemlich schlecht. Es scheinen jetzt schon einige SL zu fehlen. Einige sind erst gar nicht mehr gekommen andere abgereist. Man hört Zahlen von 30 aufwärts. Und angeblich sind´s die besser Ausgebildeten, die den Hut drauf werfen.
Was ich aber immer öfter sehe, sind SL die einfach ihre Stammgäste geschnappt haben um mit "Freunden" schizufahren. Davon hat jetzt weder die Finanz noch Gkk u. SVA was. Ich hoffe es werden immer mehr. Die Einmannschischule ist dann nur mehr eine Frage der Zeit, falls sie das in den Griff kriegen wollen.
Frohe Weihnacht miteinand! ;)
Ihr habt alle recht. Der Beruf der Skilehrer ist in keiner guten Situation. Das hat sicher mehrere Ursachen, einige davon versuche ich hier einmal zu nennen:
1) finanzielle Situation: Zuerst die Ausbildung ( 10.000,- Euro und mehr), dann nur 4 - 5 Monate Arbeit.
2) Die Skischulen geben den guten (meist auch teuren Diplom-Lehrern) Arbeit, wenn es notwendig (also "voll") ist, in den Vor- Zwischen- und Nachsaisonen stehen die teuren Lehrer, die Anwärter (meist nicht aus Österreich) erledigen die Arbeit in der für sie möglichen Qualität und dem typischen österr. Charme ("Tschüüüüss" oder "Guten Tach" statt pfiati, oder g'day statt griasdi), und der SSL kassiert
Das bedeutet, Diplomlehrer werden fast nur mehr, die in einer Sonderstellung leben oder wirklich nichts anders können ausser skifahren, und diese sind dann ein leicht zu manipulierendes Stimmvolk für gewisse Verbände. Die grosse Menge von Mann (oder Frau) wird sich angesichts der Rahmenbedingungen und Karierre-Chancen mit höchster Wahrscheinlichkeit anders orientieren.
3) Die Gebietskrankenkassen haben in Zusammenarbeit mit den Skilehrerverbänden (ausser Vorarlberg) ein Paket geschnürt, das den Skilehrern Geld wegnimmt, den Skischuleitern aber Macht und Alleinherrschaft ermöglicht. (Kündigung des Seefelder Abkommens)
4) Die Interessens - Vertretung der Skilehrer/Dienstnehmer (Landesverbände) ist nur von Dienstgebern/Skischuleitern besetzt! Das ist in etwa so, wenn die Interessen der Arbeiterkammer durch die Industriellenvereingung (IV) vertreten würde. Die (IV) ist dann auch das Sprachrohr nach aussen, wenn es z. B. die Formulierung der Wünsche der Arbeiter/Dienstnehmer/Skilehrer betrifft, und es ist unschwer zu erahnen, in welche Richtung diese Formulierungen dann gehen.
Was aber von vielen unbeachtet bleibt, ist die "ZWANGS-Mitgliedschaft" der Skilehrer, sie finanzieren mit den Beiträgen jene im Verband (das sind fast ausschließlich Skischuleiter), die in erster Linie an der Gewinn-Maximimierung auf Kosten der Skilehrer (d. h. der eigenen Mitglieder) interessiert sind!
Hier muss entweder die Mitgliedschaft freiwillig sein, denn als Dienstnehmer bin ich ja automatisch schon Mitglied der Arbeiterkammer und zahle 2 mal Beiträge, oder aber der gesetzliche Auftrag der jeweiligen Länder sollte so lauten, dass ein Skilehrer - Verband auch wirklich von Skilehrern und nur anteilsmäßig auch von Skischuleitern besetzt und vertreten wird.
Frohe Weihnachten an alle, Heini Schultz
Was hier in Lech abgeht ist eine riesen Schweinerei. Schilehrer haben Putzjobs angenommen um ihre extem teuren Zimmer zu finanzieren. Viele gingen Mietverträge unter den alten Bedingungen ein, man hat für die Zukunft geplant. All dies stellt jetzt eine Existenzbedrohung dar. Familienväter (Aus den Bundesländern) können die Verantwortung für ihre Familie nicht mehr wahrnehmen. Ich selbst komm jetzt auf 1.600,-- Netto. Minus Fixkosten - bleiben 10,-- pro Tag. Was sagen sie Hr. Walter??? Trinkgeld!!! "kriagscht eh oan tip". Genau so is es, jetzt kann ich mir auch mein Essen leisten. IST DAS DER SINN DER SACHE? WAR DAS SO GEPLANT? Familienväter - die Kollateralschäden eines "besseren" Systems.
F... Y.. Viele Stammlehrer werden einen großen Haufen auf den Arlberg xxx ;)))
Antwort : ich verspreche einem jungen Menschen aus einem Land wo es keine Berge gibt, daß er Skiurlaub umsonst machen kann. Der Weihnachtsman (SSL)schenkt ihm, weil er so brav ist, eine Liftkarte, einen Anzug und schaut drauf daß sein Schützling auch wirklich die rote Piste runterkommt. Dann kann er ja schon Skilehrer werden, die schwarzen Pisten sind ja nicht so wichtig die sind ja viel zu schwer. Und alle freuen sich - der neue Skilehrer weil er im schönen Österreich Urlaub machen darf und der SSL auch. Und nächstes Jahr kommt ein anderer und freut sich auf den Skilehrerurlaub. Irgendwann einmal waren die österreichischen Skilehrer ein Sinnbild für beeindruckende Technik auf hohem Niveau. Wo sind die jetzt ? Und wo sind die Österreicher in den Anwärterkursen ? "International" gut und schön, aber a bisserl mehr als 10 % Österreicher beim Anwärter wär nicht schlecht.