Der Österreichische Weg :
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Tiroler Tageszeitung, Ing.-Etzel-Straße 30, 6020 Innsbruck

Im Artikel wird die Frage aufgeworfen warum der heimische Nachwuchs wenig Interesse an der Anwärterprüfung hat. Wir klären gerne auf - es ist der geringe Verdienst ( unter 1000.-) und das Fehlen einer beruflichen Perspektive. Mancherorts wird auch nach Kollektivvertrag entlohnt :
Bruttolohn(KV 2008/2009) 735,68 .- ergibt Netto : 623,86.- .. jeweils monatlich
Selbst wenn der junge Skilehrer viel Zeit und Geld (12.000.- bis 16.000.-Euro) investiert um staatlicher Skilehrer zu werden, kann er im österreichischen Durchschnitt mit nur 1.450.- Euro rechnen und dies bei einer durchschnittlichen Saison von 3 Monaten . Darüberhinaus wäre es unklug sich höher zu qualifizieren da die Chancen auf Beschäftigung drastisch sinken. Der Anwärter hat definitiv die größte Chance einen Job zu bekommen insbesonders wenn er sich mit weniger als 900.- Euro zufrieden gibt.
Die Amortisationszeit für den Upgrade von Anwärter auf Landesskilehrer liegt zwischen 3 und 5 Jahren..... Die Amortisationszeit für den Upgrade von Landesskilehrer auf Staatlicher Skilehrer liegt zwischen 8 und 13 Jahren.....
Solange der Staatliche Skilehrer nicht selbstständig arbeiten darf wird dieser Beruf für die österreichische Jugend unattraktiv bleiben.
Zum Niveau :
Teilnahmevoraussetzungen für den Tiroler Anwärter lt Homepage des Tiroler Verbandes ( link ) : Eigenkönnen - sicheres Befahren rot markierter Pisten.
Zum Vergleich die Information zur Gruppeneinteilung (der Gäste) einer österreichischen Skischule (link) : Carven Grundstufe : Wir fahren auf roten Pisten. Voraussetzung: Sicheres Beidrehen der Ski nach der Kurve (7 – 14 Tage Erfahrung). Erlernen Sie die Grundlagen zum parallelen Ski steuern.
Dies ist vergleichbar mit einem Lehrer der in einer Volksschule unterrichtet, der selbst nicht einmal den Volksschulabschluß hat.
Es kann nur Erheiterung auslösen wenn im gleichen Atemzug von Qualität gesprochen wird. Andererseits wird es einem Höchstqualifizierten, einem Staatlichen Skilehrer also, untersagt selbständig zu unterrichten. Absurd . Mehr Qualität geht nicht.
Mit gleichem Recht könnte von einem Zahnarzt verlangt werden, daß er, falls er selbstständig arbeiten will, einen Warteraum für 300 Personen einrichten muß. Diese 300 Patienten dürften allerdings von erstsemestrigen Studenten behandelt werden.
Salzburg
Im Weihnachtsnewsletter des Salzburger Berufskilehrerverbandes wird im Jahresrückblick vor allem auf die Leistungsfähigkeit und Aktivität des Verbandes verwiesen was die Ausbildungen betrifft..
So werden die laut Verbandshomepage rund 2.000 aktiven Mitglieder des Verbandes informiert, daß 2009 erstmals über 1.000 Personen zu Ski- bzw. Snowboardlehrer-Anwärter ausgebildet wurden.
Natürlich gönnen wir den staatlichen Skilehrern und Skischulleitern die als Ausbildern arbeiten dieses zusätzliche Einkommen.
Allerdings stellt sich auch die Frage wo werden diese 1.000 Anwärter arbeiten ? Und vor allem statt wem ? Es ist dieses Jahr nicht unbedingt mit 50% mehr Gästen zu rechnen.
Wir haben jetzt also, mit einem Schlag 1.000 Anwärter ohne Berufserfahrung die bereit sind neu in diesen Beruf einzusteigen und die auch ein Einsteigergehalt akzeptieren werden.
Anders ausgedrückt 50 % der Belegschaft der Salzburger Skischulen kann ausgewechselt werden.
Ein großer Teil der neuen Skilehrer kommt aus Ländern die man nicht unbedingt als klassische Skinationen bezeichnen kann.
So werden wie im Newsletter zu lesen ist auch Werbeveranstaltungen in Landgraaf/NL durchgeführt.
Am 03.10.2009 begrüßte die SBSSV Delegation bestehend aus 25 SBSSV Ausbildnern und SkischulleiterInnen aus dem SalzburgerLand über 140 Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Norddeutschland in der Snowworld Landgraaf/NL zu einer eintägigen Fortbildung für Ski- & Snowboardlehrer! Ein voller Erfolg für diese SBSSV Veranstaltung, die auch 2010 eine Fortsetzung im Sinne einer „Job-Börse“ für ausgebildete Ski- & Snowboardlehrer und Interessierte werden soll.
Es stellt sich natürlich auch die Frage : Wer bezahlt diese Veranstaltung ? Die 2.000 SBSSV Mitglieder ? Überspitzt ausgedrückt : Sie bezahlen auch noch dafür, daß sie ihren Job verlieren.
Sicherlich ist das ein tolles Erlebnis für die 25 SBSSV Ausbildnern und SkischulleiterInnen in einem fremdes Land zu reisen, sich dort zu präsentieren und für den Skilehrerberuf in Holland zu werben.
Es sei Ihnen gegönnt. Doch sollte es auch erlaubt sein, die Frage zu stellen ob dies die Richtung ist in die wir wollen ?
Sollten wir uns nicht eher bemühen den Skilehrer in der Skischule zu halten anstatt immer neue zu produzieren? Welche Strategien gibt es in diese Richtung ? Kann es das Ziel sein, jedes Jahr die Hälfte der Belegschaft auszuwechseln ? Welche Überlegungen wurden angestellt um den Österreicher als Skilehrer zu gewinnen und längerfristig halten?
Unsere Forderung : Ein Staatlicher Skilehrer soll selbstständig als Ein-Mann-Skischule arbeiten können. Daß eine Einmannskischule keinen Sammelplatz und Büro braucht ist logisch. Dies hat der Gesetzgeber ja schon für den Skibegleiter normiert der ja auch als Einzelperson auftritt.
Leserbrief zum oben angeführten Artikel :
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/148315-6/berufliche-perspektiven-fehlen-den-skilehrern.csp
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Zu recht wie ich meine, ein Präsident dieses Formates gehört auf der Stelle gekündigt. Es ist eine Schande für St. Anton und für den Schilehrerverband allgemein, solch einen Präsidenten präsentieren zu müßen. Daß Hr. Walter macht und geldgeil ist, ist über die Grenzen hinaus bekannt, daß er auch über Leichen geht um zu seinem persönlichen Provit zu gelangen ist auch kein Geheimnis mehr.
Wer sonst verdient Euro 170.000.--. Ich glaube kaum, daß ein Schischulleiter in Lech oder Zürs mit beinahe gleich vielen Lehrern nur annähernd soviel verdient.
Zudem wurden sämtliche Verträge nicht eingehalten, denn er hat sich diesen Verdienst selbst gezimmert.
Damit er dann auch noch seine Einteiler auf seiner Seite hat, werden diese mit über Euro 40.000.-- gefüttert, wenn man sich das vorstellt, sind das im Monat ca. 10.000.--.
Ich glaube, es erübrigt sich jeder Kommentar über diesen Menschen
(ist er einer ??) Jetzt kämpft er gegen die Einmannschischule und warum, weil er jetzt nicht mehr der alleinige Herrscher in St. anton ist und das schmerzt sehr. Ihr sollt nicht glauben, daß er sich um andere kleine Schischulen schert, wie er ja ankündigt, es geht allein darum, daß er und die Schischule Arlberg Einbußen haben.
R. Walter kennt niemanden ausser sich und darum ist nur die Konsequenz - raus mit ihm.
Es ist alles so logisch und so schade, aber geld gewinnt wieder.
Ich bin Hollander mit passion fuer schifahrn und der sich auch unheimlich bemuht hat weiter zu kommen, hatte gluck gut hin zu kommen mit freunden, einige landes und staatlich gepruefte schilehrer, die mich richtig gut ausgeholfen haben! Habe aber eingesehen das es leider zweckloss ist soviel geld und zeit zu investieren und geld mitbringen fuer 3 monaten arbeiten, bin seit lange nicht mehr beschaeftigt ist beim schifahren. Es tut aber weh.
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/148315-6/berufliche-perspektiven-fehlen-den-skilehrern.csp
schinst miast euch schamn im landl tirol, rets amol mitn platter der raumt auf glabts mars.grias an alle dia dran glabn di andern sellen
dahom bledsinn machen aber nit auf koschten von am wichtigen beruf mit dem mir gschäft machen kennen,gr hebts an mander
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/148315-6/berufliche-perspektiven-fehlen-den-skilehrern.csp
- "Hier wurde das Konzept auf Privatunterricht per Stunde und Gruppenkurse umgestellt."
- was soll daran bitte neu sein? dieses konzept gibt es in den meisten skischulen seit zig jahren.
- "Eine Kindergruppe bringt mit durschnittlich 50.- € / Kind bei 12 Teilnehmern 600.- €, [...] Die Anwärter machen die Kindergruppen. Das passt auch gut, der Betreuungsaspekt ist ja auch sehr wichtig."
-bei diesem rechenmodell tut mir meine kinder-pädagogische seele weh. erstens sind gruppengrössen von 12, bei vorschulkindern und besonders im anfängerbereich vom qualitäts- betreuungs- sicherheitsstandpunkt her ein absoluter quatsch und zweitens sind leute mit anwärterprüfung den anforderungen an einen ernst zu nehmenden kinderpädagogen wohl kaum gewachsen. dazu bedarf es expliziter ausbildung und kenntnis in der führung und betreuung von kindern im sportunterricht. ich habe, als ich noch selbst eine skischule leitete, in meinem lohnsystem fachkräften in kinderpädagogik, die ich im besonderen mass für kleinkinder beschäftigt habe, löhne von geprüften skilehrern und oft mehr bezahlt. jeder, der mit kleinen skikindern erfahrung hat, wird nachvollziehen können warum. auch hier gilt es ein wenig umzudenken. praktikanten ohne erfahrung sind gerade im kinderunterricht meistens schwer überfordet.
Nur weil in Tirol die EU Vorschriften bis jetzt grob mißachtet wurden, heißt das nicht, daß sie in 5 Jahren in Tirol nicht geltendes Recht sein werden. Die 14/28 tage Regelung wird ebenso fallen wie das Verbot der Gästeaufnahme, die EU hat die Länder diesbezüglich schon abgemahnt.
Wer etwas anders glaubt lebt in einer Traumwelt - in einer nostalgischen Phantasie. Man kann nicht auf Dauer den Kopf in den Sand stecken. Jeder Jurist im ersten Semester wird bestätigen, daß EU Recht und die Österreichische Verfassung dem Landesrecht übergeordnet sind.
Skischulgesetz ist Landesrecht. Wenn also das Skischulgesetz nicht dem EU recht oder der Verfassung entspricht wird es bei Beschwerde fallen.
Konkurrenzschutz ist dem EU recht fremd - Das Konzept Arlberg ist das Konzept von geschützten Werkstätten - gesetzlicher Ausschluß von Konkurrenz - geschützten Werkstätten haben ihre Berechtigung bei Personengruppen die sich selbst nicht wehren können, nicht aber in der "freien Wirtschaft".
Wir sind bei der EU, Österreich hat einen Vertrag unterschrieben, auch wenn dies einigen nicht passt. Das Recht ist kein Selbstbedienungsladen wo man sich nur das nimmt was einem gerade schmeckt.
Was bedeutet das für die Zukunft ?
Ausländische Skischulen und einzelne Skilehrer werden in Tirol Gäste aufnehmen können ohne die 14/28 Tage Beschränkung. Das tun sie jetzt auch schon - dann aber tun sie es legal. In den Bundesländern, die eine stärkere Rechtsabteilung haben, sind die EU konformen Regelungen schon jetzt geltendes Recht.
Es muß einem klar sein, daß mittlere bis grosse ausländische Reisebüros, uns im Bezug auf das Marketing deutlich vorraus sind. Hinzu kommt natürlich auch, daß sie Ihre Zielgruppe viel besser kennen und ansprechen können; in ihrer Muttersprache....
Es gibt nur einen Weg dem entgegenzutreten durch den Zwang zur Qualität - in den Skischulen muß ein höherer Anteil an Staatlichem Skilehrern arbeiten. 10-15% sind zu wenig.
Da man allerding wegen der hohen Lohnnebenkosten nicht 40% eines Skischulstammes als Staatliche Skilehrer anstellen kann müssen andere Lösungen gefunden werden.
Nur die Selbstständigkeit eines staatlichen Skilehrers macht ihn " gesellschaftsfähig", alles andere ist wieder ein nur Kuhandel mit der Krankenkasse mit der gleichen Rechtsicherheit wie das "Seefelder Modell" ; und zwar Null. Falls es der Krankenkasse gefällt kündigt sie es wieder - Und Sie hat das Recht dazu.
Selbstständig ist selbstständig. Unselbstständig ist unselbstständig. Und wenn man nochmals 2 Jahre darüber diskutiert - daran ändert sich nichts.
Die Idee einen Skilehrer als echten Gesellschafter einzusetzen, der keine eigene Berechtigung hat selbstständig zu unterrichen ist vergleichbar mit folgender Kontaktanzeige :
"Gesucht wird zwecks Heirat eine unschuldige Jungfrau mit reicher sexueller Erfahrung"
Unsere Stärke ist die Qualität unserer Ausbildung, diesen Vorteil sollten wir nutzen und alles dafür tun, das Erreichen des Staatlichen Skilehrer so attraktiv wie möglich zu machen.
EU rechtlich kann man von ausländischen Skischulen oder Reisebüros nur das verlangen, was man auch den eigenen Skischulen abverlangt. Wenn wir es uns erlauben mit vorwiegend billigem Personal zu arbeiten erlauben wir dies auch automatisch unserer Konkurrenz aus dem Ausland.
Das Umlegen des Konzepts bzw. Preisniveau der Skischule Arlberg auf andere österreichische Skischulen ist fernab jeder ökonomischen Realität. Die durchschnittliche österreichische Skischule hat zwischen 20 und 30 Skilehrer und hat an ihrem Standort ganz andere preisliche Rahmenbedingungen. Der Arlberg ist die Ausnahme, und nicht die Regel. Man kann in Gramatneusiedl nicht die Grundstückspreise von London verlangen.....
Die Skibegleiter haben vereinzelte Kunden und verkaufen sich für deutlich weniger Geld.
Ich finde das Konzept Arlberg ist doch perfekt.
Frag in der Skischule Arlberg nach dort bekommst du deine 40.000.- wenn du viel arbeitest und bei den Einteilern ein speziell gut vermittelt wirst. Bei uns verdienen die Einteiler schon 10-11.000.- im Monat.Also Skischule wechselsn wenn du mehr verdienen willst.
ein diplomskilehrer mit skiführerausbildung ist ein experte. wenn man sich nur ein wenig umsieht, wird man sehen mit welchen tarifen in anderen berufen meisterstunden abgerechnet werden. die diskrepanz ist oft ziemlich enorm, auch bei verwandten berufen wie bergführern oder golf-pros.
in ländern in denen skilehrer autonom arbeiten, wird zudem bei skikurs angeboten auch oft zwischen dem "instructor" und dem "top instructor" tarif unterschieden. dass eine top expertise auch besser honoriert wird, scheint den gästen aber auch den kollegen völlig normal.
das freie system macht das viel leichter möglich als ein system in dem ein skischulbetreiber wenig interesse hat die qualifikation seiner lehrkräfte dem gast gegenüber transparent darzustellen, weil eben die kurstarife gleich sind, egal ob der gast bei einem lehrling im ersten lehrjahr oder beim meister mit langer berufserfahrung landet.
grias enk denkts a bissl nach di nemmen eich an die löffl
viel glück es miasts mitn kopf denkn nit mit die fias.
Ich bin Staatlicher und Skiführer, Chefskilehrer und verdiene 1550.- Euro netto.
Saison 3 Monate . Mein Chef hat gesagt, daß er mich vielleicht abmelden muß.
Eh nur a Wochn - hat er gsagt. Des is die Realität........ I hoff daß i trotzdem 13, und 14. ausbezahlt bekomme - da gibts ja irgendwas das ma 52 Tage durchgehend arbeiten muß, daß ma des 13. und 14, bekommt..
I find des super mit der Einmannskischule - I will niemand was wegnehmen - von mir
aus könnts ihr 40.000.- verdienen - da Walter von mir aus auch 200.000.- des is mir wurscht.
Aber er soll mir net vorschreiben daß ich mit der gleichen Ausbildung wie er, net selbstständig
unterrichten darf.
Erst wenn ich a konzession habe wird mi irgendwer in den Topf nehmen.
Die mit die 40.000 sind ja alle im Topf ... des gibts ja nur in Tirol und Vorarlberg und des werden jetzt
sicher weniger. 35 von insgesamt 195 Skischulen sind oder waren Topfskischulen ist in der TT gestanden.
die 40.000 habts ihr in die letzten Jahre verdient - ob des in Zukunft a so sein wird???
I bin mit 12.000 a zufrieden, des is OK - dann kann i sagen der Staatliche hat sich ausgezahlt.
Oder ich mach halt selber was mit a paar Freunden... Einer a volle Konzession die anderen a Einmannskischule...
Des Geld von dem Ihr da redets ist für einen nomalen Staatlichen kaum zu begreifen ....
lasst den leuten die möglichkeit sich über ihren unmut und ungerechtigkeiten zu äussern
das was seit längerem eben gerade am arlberg vor sich geht, kann und darf keine schule machen.dass die person walter laufend angegriffen wird hat schon seine ursachen.
er vertitt auch keine schilehrer - sondern die schischulleiter
warum verlassen denn gerade die besten und efahrendsten lehrer die schischule? die art und weise wie herr walter mit seinen "untertanen" umgeht grenzt an psychoterror.
eines ist sicher , in der normalen wirschaft wäre längst das arbeitsgericht aktiv
wenn jemand nicht seiner meinung ist , wird ihm gedroht ihn "fertig zu machen " - wenn er mitspielt, bekommt er einen guten job....
und und und...
Wir sind um sachliche Diskussion bemüht. Wir bitten zu bedenken, daß die meisten Skilehrer Österreichs Herrn Walter nicht kennen und keinerlei Beziehung zu Themen des Arlbergs haben. Die Kommentarfunktion dieser Seite kann bis zu einem gewissen Grad als Ventil für den einfachen Skilehrer, der seinem Unmut Ausdruck verleihen will, dienen. Trotzdem soll der Fokus auf sachlicher Argumentation bleiben.
Gesamtösterreichische nachhaltige Lösungen, die die Qualität des Unterrichts und die Zufriedenheit der Gäste sowie der Unterrichtenden zum Ziel haben, sind jedenfalls einer Diskussion würdig.
In Anbetracht der zu erwartenden Neuerungen, die die Durchsetzung der EU Dienstleistungsfreiheit mit sich bringt, kann nur ein hohes Ausbildungsniveau das Überleben der österreichischen Skischule gewährleisten. Es muß klar sein - EU rechtlich kann man von ausländischen Skischulen oder Reisebüros nur das verlangen, was man auch den eigenen Skischulen abverlangt.
Wenn wir also uns erlauben mit vorwiegend billigem Personal zu arbeiten erlauben wir dies automatisch auch anderen.
Falls wir unseren Kurs nicht ändern wird unser Marktanteil deutlich kleiner werden. Die ersten Vorzeichen sind schon in Salzburg spürbar, wo, der Dienstleistungsrichtlinie folgend, seit 28.12.2009 die Gästeaufnahme durch ausländische Skischulen/Reiseveranstalter möglich ist. Den Vorgaben der EU Richtlinie kann sich kein Bundesland entziehen. Es hat keinen Sinn sich diesbezüglich etwas vorzumachen.
Es muß einem klar sein, daß mittlere bis grosse ausländische Reisebüros, uns im Bezug auf das Marketing deutlich vorraus sind. Hinzu kommt natürlich auch, daß sie Ihre Zielgruppe viel besser kennen und ansprechen können; in ihrer Muttersprache....
Unsere Stärke ist die Qualität unserer Ausbildung, diesen Vorteil sollten wir nutzen und alles dafür tun, das Erreichen des Staatlichen Skilehrer so attraktiv wie möglich zu machen. Es sollte das Ziel sein innerhalb der nächsten 10 Jahre den 12-15% Anteil an Staatlichen Skilehrern deutlich zu heben.
Deswegen sollte so früh als möglich damit begonnen werden Rahmenbedingungen zu schaffen, die unsere Jugend dazu animieren die Ausbildung zum Staatlichen Skilehrer einzuschlagen, und zu beenden. Dazu zählt selbstverständlich auch die Aussicht auf ein finanzielles Auslangen. Je länger wir damit warten, desdo schwieriger wird es später werden sich gegen ausländische Anbieter durchzusetzen.
ich versteh nicht was du meinst, versuch bitt so zu schreiben das alle verstehen worum es geht.
lg
grüsse von hf
bei 170'000 geht sich ein dicker audi locker aus. da ist eigentlich kein weiterer kommentar mehr notwendig.
Admin. schmeiss den da raus....der will ja nur dass da einige heisslaufen.
Kann mir wer sagen wer dieser Mensch eigentlich ist ? wen vertritt er ?
Wessen interesse vertritt er denn ??
lg
"Künftige Skilehrer kommen zu 90 Prozent aus dem Ausland - 135 Prüflinge holten ihr Anwärterdekret in St. Anton ab. Jugend unabkömmlich." Chronik, 30.12.2009, Susi Zangerl"
"Was hier hoch gelobt wird ist in Wirklichkeit ein Skandal! Wenn mit Schnellsiede-Kursen zur Erlangung der gesetzlich vorgeschriebenen Unterrichtsberechtigung, mit billigen Arbeitskräften der Arbeitsmarkt "bereichert" wird, brauchen sich die Zuständigen nicht zu fragen warum der heimische Nachwuchs wenig Interesse am Skilehrerberuf zeigt.
Es ist der geringe Verdienst und das Fehlen einer beruflichen Perspektive. Selbst wenn ein junger Mensch viel Zeit und Geld in die Ausbildung zum staatlichen Skilehrer investiert, bleiben seine Verdienstaussichten ziemlich gering. Es wäre wirtschaftlich auch gar nicht schlau, sich höher zu qualifizieren, da man als Ski-Hilfsarbeiter viel größere Chancen hat, einen Job zu finden; besonders wenn man sich mit geringen Ferialpraktikanten-Löhnen zufrieden gibt.
Für viele junge Leute, die es aus dem Ausland in die österreichischen Alpen zieht, mag die Aussicht sich einmal eine Skisaison mit einem Skilehrerjob zu finanzieren zwar recht attraktiv sein, dem Niveau eines Berufsstands, mit dem sich ganz Österreich gerne ziert, können derlei Praktiken aber mit bestimmter Sicherheit nur schaden."
Der Begriff Beruf geht wohl auf das Wort Berufung zurück, ganz allgemein verbindet man mit dem Ausdruck Beruf zumindest eine intensive Ausbildung und fundierte fachspezifische Kenntnisse, die man den nur Job-qualifizierten eher nicht im gleichen Maße zusprechen würde. Der Beruf wird ganz allgemein, im Gegensatz zum Job, eher in einer langfristigeren Perspektive gesehen, und stellt einen entscheidenden Teil der persönlichen Lebensplanung und der Lebenszufriedenheit dar.
Nun ist anzunehmen, dass nur ein sehr, sehr geringer Anteil der jährlich „produzierten“ Berufsanwärter zum Skilehrer auch tatsächlich diesen Beruf in den Mittelpunkt der persönlichen längerfristigen Lebensplanung stellt. Vielmehr eröffnet diese Prüfung vielen jungen Leuten, die Möglichkeit auf einen Ferienjob oder einen Saisonjob in Ferienumgebung. Dass man mit ein paar Tagen Ausbildung nicht mit Managergehältern rechnen kann, dürfte allen klar sein, dafür wird man ja mit einer Arbeitsumgebung belohnt, in die andere in den Urlaub fahren.
So könnte man sagen, dass Skilehrerjobs zwar schon immer recht beliebt waren, dass es aber bedenklich wird, wenn hochgestellte Personen des Skilehrwesens langfristige Berufsziele und kurzfristige Job-Anreize verwechseln.
PS In meiner Kindheit war die Bezeichnung Aushilfslehrer für Aushilfen vorgesehen, damals hieß der Landeslehrer übrigens noch Hilfsskilehrer und einzig und allein der staatlich geprüfte Skilehrer durfte sich auch Skilehrer nennen....
ganz klar bei den billigsten arbeitskräften - und der gast zahlt den vollen preis .
pikante zitate des richard walter werden demnächst nachgereicht !!!!
also dran bleiben
@hf - natürlich wäre es wünschenswert, wenn es gesetze gibt, die dem ganzen berufsstand entsprechen. ein erster schritt ist übrigens in wien bereits getan. das ehemalige sogenannte skischulgesetz wurde umbenannt und neu verfasst. es heisst jetzt "gesetz über die unterweisung in wintersportarten". das bedeutet, dass nicht mehr die skischule sondern der skiunterricht, den alle qulaifizierten personen nun geben können, generell geregelt wird.
@all wenn wir uns alle im klaren sind, dass wir nicht gegen irgendwelche personen kämpfen brauchen, sondern schlicht und einfach um _unsere lehrberechtigung_ könnten wir ziemlich viel erreichen, denke ich...
wir stehen dem phänomen gegenüber, dass vielerorts strukturen des massentourismus aufrecht erhalten werden, obwohl dieser wohl kaum eine zukunftsperspektive mit attraktiven herausforderung bietet.
da eine gesetzesänderung, die dem selbständigen skilehrer das recht zur freien berufsausübung gibt, nach meinem dafürhalten nur mehr eine frage der (hoffentlich kurzen) zeit ist, wird sich wohl vieles ganz einfach von der nachfrage her regeln. im folgenden eines von vielen beispielen, die in skiforen immer wieder nachzulesen sind:
"Letztes Jahr, Januar, waren wir in der Skischule XXX, da haben mir 2 Tage gereicht, meiner Freundin allerdings überhaupt nicht. Ich will jétzt aber auch nicht behaupten das ichs nun kann. Wir waren im "Kinderkurs" drin, mit 4 Knirpsen von ner Klosterschule allesamt orig bayrische Buam. Die konnten schon Skifahren irgendwie, nur die Basics hatten gefehlt :roll: .
Naja als wir dann nach 2 tagen in ne andere Skigruppe nach XXX abgeschoben wurden die nen anderen Wissenstand hatten ging garnix mehr, meine Freundin "durfte" dann ohne Ski den Hang komplett runterlaufen, der Lehrer hatte ihr die Ski weggenommen. :-? Sie hat da oben regelrecht Panik bekommen und dann ging garnix mehr. Allein wollt ich sie auch nicht lassen und bin auch ausgestiegen.
Nun such ich auch schon verzweifelt nach ner Empfehlung für ne AngsthäsinenSkischule die das gut rüberbringt vielleicht besser sogar mit der Kurzskimethode, da da oben aufm XXXjoch nich wirklich was mit Schneepflug geht, empfand ich zumindest.
Sie überlegt sogar evtl Einzelunterricht zu nehmen wenns in nem vernünftigen Kostenrahmen bleibt."
was ich damit sagen will - es bringt wahrscheinlich nicht viel irgendjemanden persönlich anzugreifen und irgendwelches öl ins feuer zu giessen. es geht vielmehr darum, dass alle, die sich vom momentanen system benachteiligt fühlen schlicht und einfach gemeinsam für mehr qualität eintreten und sich ihr selbstvertrauen als "gute skilehrer" ja nicht nehmen lassen!
kommentar entspricht der wahrheit
einheimische top lehrer werden hinaus geekelt um billigen ausländischen
"aushilfslehrern" platz zu machen, nur aus gewinnmaximierung - und das auf grund und boden der einheimischen lehrern. so nicht !!! lieber ritschi
helmut fahrner St.Anton
Wir bitten darum Kritik an exponierten Personen des Skischulwesens sachlich zu formulieren... Aus rechtlichen Gründen wurde ein Bild geschwärzt
Jenen die gestrauchelt sind zum Trost: die Deutschkenntnisse in Bewegungslehre lassen sich mit akribischem Vokabeltraining und Nachhilfeunterricht auch in eurer Heimat und ohne Berge und Schnee beim nächsten Antritt bestimmt leicht ausgleichen. Die Herren der Prüfungskommission sind ohnehin leicht zu begeistern und haben für den nächsten Kurs bestimmt die weiße Fahne noch gerne im Ski-Hosensack bereit und diesen auch für anderes offen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die ihr euch schon am Anfang eurer Laufbahn sogar mit der Sicherheit beim _Ein_steigen in Skilifte beschäftigen musstet *g*, viel Zeit, Geld und vor allem Engagement in das Erlernen eines Berufs investiert habt vor allem eines zum Jahresbeginn: seid zuversichtlich, haltet durch! Diese kolportierten 1663 Zeichen Quatsch lassen Rückschlüsse auf eine ziemliche Ratlosigkeit zu...
Ich bin seit 18 Jahren hier Skilehrer.