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Freitag, den 26. März 2010 um 20:35 Uhr |
Urteil Verfassungsgerichtshof
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Tiroler Tageszeitung, Ing.-Etzel-Straße 30, 6020 Innsbruck

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Alle, ob "Einmannskischule" oder "Skibegleiter",
werden sich noch mehr dem Wettbewerb stellen und bei professioneller Arbeit Erfolg haben.Der sogenannte "Hotelskilehrer" wird das jeweilige Skischulangebot bereichern und dem Gast eine Alternative geben.
Auch die "honorigen" Herren der ITS und ihr Präsident Leithner werden sich dem neuerlichen Spruch des VfGH fügen und dem EU-Zeitalter Rechnungtragen müssen.
Ich freue mich und hoffe auf noch mehr mutige und mündige staatl.Skilehrer im Lande.
Eine " Ein Mann Skischule" ist ein Skischulbewilligungsinhaber. Wir haben also endlich eine Lösung die dem Seefelder Modell ähnlich ist.
Dies ist zu betonen.
Es ist davon auszugehen, daß 90 % der zukünftig selbstständigen Staatlichen Skilehrer ( Ein Mann Skischule) gerne mit den großen bestehenden Skischulen zusammenarbeiten wollen.
Dem selbstständigen Skilehrer werden 3 Möglichkeiten offenstehen :
Etwa 70 % werden den Anschluß an eine Skischule als Gesellschafter suchen (wie früher beim Seefelder Modell )
Etwa 20 % werden teils eigene Kunden fahren, teils der Skischule Rechnungen stellen (bietet sich besonders beim Privatunterricht an).
Nur etwa 10 % oder weniger werden wirklich unabhängig arbeiten.
Es liegt nun an den bestehenden Skischulen die neue Situation zu analysieren und Gesprächsbereitschaft zu zeigen.
Die Ein Mann Skischulen sind eine Chance - auch für die großen Skischulen - aber nur wenn sie die Zusammenarbeit wollen und suchen. Es ist an der Zeit geordnete Verhältnisse zu schaffen die verfassungskonform sind.
Die großen Skischulen werden Ihre Rolle als zentraler Ansprechpartner nicht verlieren - es liegt an Ihnen durch Zusammenarbeit mit den selbstständigen Skilehrern diese Funktion zu festigen.
Wer meint, mit den Stammgästen, die er über Jahre in der Skischule gehabt hat, nun selbstständig zu fahren, der wird sich schwer tun, neue Gäste hinzuzubekommen. Sicher werden ihm weniger Tage reichen. Die Sozialversicherungen werden günstiger und die Einnahmen müssen keinen Wasserkopf tragen (zum Beispiel den Richi). Aber ist das wirklich sozial? Ich möchte nicht asozial sein und auch nicht schwarz arbeiten. Wie können wir nachhaltig Mehrwert schaffen?
Die Chance ob "Einmann" Skischulen bestehen werden und auch wie der Wettbewerb (Preise) normaler Skischulen sich entwickeln wird, hängt für mich nicht vom Konkurenzkampf bestehender Skischulen mit den neuen Einmann-Skischulen ab, sondern der Konkurenzkampf mit illegalem Unterricht von dem immer noch vielen glauben es wird nur unterrichtet was reisebüros mitbringen. Die österreichischen Unternehmen werden hier immer einen Nachteil (speziell Steuerlich,oder glaubt jemand dass diese Dienstleistung versteuert wird von "illegalen" organisierten Unterrichtenden) haben, solang hier nicht voll kontrolliert wird und möglchkeiten zur kontrolle geschaffen werden.
Sorry, die möglichkeiten sind ja, aber vollziehbar nur an greifbaren österreichischen Unternehmen...
Ich bin überzeugt solange überfüllte Betten und Beförderungszahlen von Liften wichtiger ist, als Qualität und Umsatz, wird zum Nachteil ordentlicher Firmen (in welcher Art auch immer) die Konkurenz schwer... (oder man passt sich an und arbeitet wie illegale )
Mit genau diesen Argumenten wollte man bereits in den 1980er Jahren den Fall des Skischul-Monopols verhindern. Im besonderen scheint mir das Argument „bei einem Wildwuchs an Mini-Skischulen seien die gewerberechtlichen Kontrollen so gut wie unmöglich“, hinterfragenswert. Die gewerberechtlichen Kontrollen hatten zur Zeit, als pro Skigebiet nur eine Skischule zugelassen wurde, durchaus Berechtigung. Der Skischulinspektor, der meistens unangemeldet auftauchte und vor dem alle ziemlich Respekt hatten, sollte etwaige Mängel aufdecken und bei groben Unzulänglichkeiten wurde schon mal die eine oder andere Konzession entzogen oder bei Ablauf der Frist nicht mehr verlängert. In einem Monopolsystem war die Überprüfung der einzelnen Betriebe durchaus eine wichtige Sache im Hinblick auf Qualitätssicherung.
Mit der Gesetzesänderung in Richtung des freieren Wettbewerbs, hat der „Skischulinspektor“ eine ganz natürliche Unterstützung bekommen. Die Kunden und die Konkurrenz. Wer Mist baut verliert Kunden, so einfach sieht die Sache aus und das tut meist viel mehr weh als der strenge Blick vom „Inspeckta“. Somit wäre auch das Argument mit dem Qualitätsverlust ziemlich entkräftet, der Kunde ist die Jury und jeder der sein Geschäft machen will, wird sich noch mehr bemühen müssen.
Bleibt noch der „Preisverfall“. Wie jeder Unternehmer weiß, spielt im Hinblick auf Preisgestaltung die Unternehmensgröße eine wichtige Rolle. Ich kann mir zum Beispiel ein Kastl bei Ikea sehr günstig kaufen. Ich weiß, dass ich für den günstigen Preis für ein 08/15 Regal etwas ganz anderes bekomme als für den höheren Preis eines Mass-Möbelstücks von Meisterhand. Ikea hat ein sympathisches Konzept, der Business-Plan von Ikea ist auf große Massen von Konsumenten ausgelegt, die günstig passables Interieur Ikea erstehen wollen, deshalb ist Ikea weltweit tätig und erfolgreich.
Auch „mein“ Tischlermeister ist mir sympathisch, er ist ebenfalls im Sinne von Preis/Wert ausgezeichnet, sein Konzept ist auf Kunden ausgelegt, die das persönliche wollen. Nun klagt mir Meister Eder in letzter Zeit hin und wieder seine Probleme mit der Preispolitik der Möbelkonzerne, die man hier wohl nicht näher erklären muss. Noch nie habe ich allerdings gelesen oder gehört, dass ein Möbelkonzern darüber klagt, dass der kleine Tischlerbetrieb den Preis nach unten treibt. Ähnlich geht’s mit dem Greißler, dem Metzger und auch dem kleinen Ski-Fachhändler. Letzterer sah sich im Zuge der Preispolitik der Sporthandelsketten zu drastischen Konzeptänderungen gezwungen.
Und was bedeutet das für die Skiunterrichts-Wirtschaft. Eine Skischule, die auf größere Massen von ski-lernwilligen Kunden ausgerichtet ist, tut sich in der Regel sehr viel leichter, den Wettbewerb über den Preis zu beeinflussen als ein Ski-Einzelunternehmer. Ich sehe mir immer wieder die Preislisten von Skischulen an und muss feststellen, dass ich als Ein-Frau-Unternehmen mit den Billig-Preisen weder mithalten kann noch will, deshalb muss ich mit Qualität argumentieren, womit wir wieder am Punkt für den Kunden wären. Noch Fragen?